Die kurze Antwort: PSA erzielt im Wiederverkauf die höchsten Preise und ist am liquidesten. BGS gradet am strengsten und hat mit dem Black Label die prestigeträchtigste Note. CGC ist der schnelle, preisgünstige Herausforderer. Welche Firma für dich „die beste" ist, hängt davon ab, ob du graden lassen oder verkaufen willst.
| PSA | CGC Cards | BGS (Beckett) | |
|---|---|---|---|
| Gegründet | 1991 | 2020 (Cards; CGC seit 2000 für Comics) | 1999 |
| Skala | 1–10, Bestnote: Gem Mint 10 | 1–10, darüber Pristine 10 und Perfect 10 | 1–10 mit 4 Subgrades, Bestnote: Black Label (Pristine 10) |
| Besonderheit | größte Käuferbasis, beste Preisdatenbank (Auction Prices Realized) | moderne Slabs, oft günstiger und schneller | Subgrades für Zentrierung, Ecken, Kanten, Oberfläche |
| Wiederverkaufswert | am höchsten | meist etwas unter PSA | meist etwas unter PSA; Black Label deutlich darüber |
| Liquidität (wie schnell verkauft sich der Slab?) | sehr hoch | mittel bis hoch | mittel |
| Echtheit prüfen | psacard.com/cert | cgccards.com (Cert Lookup) | beckett.com (Verification) |
PSA (Professional Sports Authenticator) ist seit den 1990ern der Platzhirsch und gradet mit Abstand die meisten Sammelkarten weltweit. Für Verkäufer zählt vor allem eines: Die riesige Käuferbasis sorgt dafür, dass PSA-Slabs schneller und teurer verkauft werden als vergleichbare Slabs anderer Firmen. Eine PSA 10 ist der De-facto-Standard für „perfekte Karte" – entsprechend konzentriert sich die Nachfrage dort.
CGC kommt aus dem Comic-Grading und ist seit 2020 im Kartenmarkt aktiv. CGC punktet mit moderner Slab-Technik, oft kürzeren Bearbeitungszeiten und günstigeren Gebühren. Im Wiederverkauf werden CGC-Slabs bei gleicher Note meist etwas unter PSA gehandelt – mit zwei Ausnahmen nach oben: Pristine 10 und die extrem seltene Perfect 10 erzielen deutliche Aufschläge. Mehr dazu auf unserer Seite CGC-Karten verkaufen.
Beckett Grading Services bewertet als einzige der drei Firmen mit vier offenen Subgrades (Zentrierung, Ecken, Kanten, Oberfläche). Das macht BGS-Noten besonders transparent – und das Black Label (alle vier Subgrades 10) zur wohl prestigeträchtigsten Note der Branche, die oft ein Vielfaches einer regulären 10 erzielt. Reguläre BGS-9.5-Slabs („Gem Mint") gelten qualitativ als PSA-10-Niveau, werden am Markt aber meist etwas darunter gehandelt. Mehr dazu: BGS-Karten verkaufen.
Der Preisunterschied hat nichts mit der Qualität der Bewertung zu tun. Er entsteht durch Netzwerkeffekte: Mehr Käufer vertrauen PSA → PSA-Slabs verkaufen sich schneller und teurer → mehr Einreicher wählen PSA → die Käuferbasis wächst weiter. Für dich als Verkäufer heißt das nur: Vergleiche immer Verkaufspreise derselben Grading-Firma, wenn du deinen Slab bewertest – wie das geht, zeigt unser Ratgeber „Was sind meine Slabs wert?".
Manche Verkäufer überlegen, ihren CGC- oder BGS-Slab vor dem Verkauf zu PSA „umgraden" zu lassen. In der Praxis lohnt das selten:
Unsere ehrliche Empfehlung: Verkaufe den Slab so, wie er ist, zum fairen Marktpreis seiner Grading-Firma.
Im Marktdurchschnitt erzielt PSA bei gleicher Note die höchsten Wiederverkaufspreise, weil PSA die größte Käuferbasis und Markenbekanntheit hat. CGC- und BGS-Slabs werden meist etwas darunter gehandelt – Ausnahmen sind BGS Black Label und CGC Perfect 10.
Nein. Alle drei Firmen graden professionell; BGS gilt sogar als besonders streng. Der Preisunterschied im Wiederverkauf entsteht durch Markenbekanntheit und Käufernachfrage, nicht durch die Grading-Qualität.
Selten. Ein Crossover kostet Grading-Gebühren, Versand und Monate Wartezeit – und die Karte kann dabei schlechter benotet werden. Bei den meisten Karten frisst das Risiko den möglichen PSA-Aufschlag auf.
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